Kirchen-ABC: Altes Testament

Das Alte Testament ist der erste Teil der Bibel. Die meisten der 39 Schriften sind in hebräischer, einige wenige in aramäischer Sprache verfasst. Sie gliedern sich in Geschichtsbücher (5 Bücher Mose, Josua, Richter, Ruth, je zwei Bücher Samuel, Könige und Chronik, dazu Esra, Nehemia und Ester), Lehrbücher (Hiob, Psalmen, Sprüche Salomos, Prediger Salomo, Hoheslied Salomos) und Prophetenbücher (Jesaja, Jeremia, Klagelider Jeremias, Hesekiel, Daniel, Hosea, Joel, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zefanja, Haggai, Sacharja und Maleachi).

Das lateinische Wort „Testamentum“ bedeutet letzter Wille, Vermächtnis, aber auch Bund. Die Rede vom „Alten Testament“ entspringt der christlichen Interpretation dieser Texte. Altes und Neues einander gegenüber zu stellen, deutet im heutigen Sprachgebrauch eine Bewertung an, die den biblischen Schriften jedoch nicht gerecht wird. „Alt“ darf keinesfalls als „veraltet“ oder „überholt“ verstanden werden. Um eine solche Bewertung nicht anklingen zu lassen, wird das Alte Testament auch als „Hebräische Bibel“ oder „Erstes Testament“ bezeichnet. Die alttestamentlichen Texte stellten die Bibel Jesu und der ersten Christen dar. Sie sind für das Verständnis des Christentums unverzichtbar.

Kirchen-ABC: Bibel
Kirchen-ABC: Neues Testament